Konzerte

Saison 2017/18

Aktuell:

 

Herbstträume: 24. November 2017; 19:30 Uhr,  Kirche St. Peter

Filippo Riccardo Biuso, Klarinette / Mario Beretta, Dirigent

W.A. Mozart – Haffner-Sinfonie

M. Ravel – Ma mère l’oye / Pavane pour une infante défunte   

W.A. Mozart – Klarinetten Konzert A-Dur KV 622

 

Im ersten Konzert der Saison 2017/18 wird der junge Klarinettist Filippo Riccardo Biuso als Solist wirken. Er ist nach Studien an der ZHdK und am Conservatoire National Supérieur de Musique et Danse de Paris seit Dezember 2016 Soloklarinettist an der Opéra de Limoges. In dieses Programm ist wiederum ein Education-Projekt integriert. Die wunderbare Musik von Mozart und die wundervoll klangfarbigen Partituren von Ravel eignen sich besonders gut, den Schülern die Klangwelt eines Orchesters vorstellen zu können.

In dieses Konzert ist ein Education-Projekt integriert in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion des Kantons Zürich, Abteilung Schule & Kultur. Verschiedene 4. – 6. Klassen aus dem Kanton Zürich werden an die GP kommen, in deren Rahmen wir ihnen ein Konzert in gekürzter Fassung und moderiert darbieten werden. Zuvor besuchen Mitglieder des Orchesters die Klassen und erklären und demonstrieren den Schülern unser Programm und unsere Arbeit.

Mozart hatte die Sinfonie in D-Dur, auf Drängen seines Vaters, für die Erhebung Sigmund Haffners in den Adelsstand geschrieben. Als ihm der Vater nach Wochen die Noten zurück nach Wien schickt, ist seine Verwunderung gross: «Die Neue Haffner Sinfonie hat mich ganz surpreniert [überrascht] – dann ich wusste kein Wort mehr davon; die muss gewis guten Effect machen!» So war es, bei der Erstaufführung in Wien kam das Stück hervorragend an; auch Kaiser Joseph II. klatschte begeistert Beifall.

1908 hatte Ravel für die Kinder einer befreundetenFamilie eine Fantasie zum Märchen «La belle au bois dormant» (Dornröschen) als Klaviermusik zu vier Händen komponiert. Auf Drängen seiner Freunde und seines Verlegers Jacques Durand schrieb er 1910 vier weitere, ebenfalls auf Märchen basierende Stücke, die er zu einem Zyklus unter dem Titel «Ma mère l’oye» zusammenfasste:
– Pavane de la belle au bois dormant
– Petit poucet (Der kleine Däumling)
– Laideronnette, impératrice des pagodes (Die Kaiserin der Pagoden)
– Les entretiens de la belle et de la bête (Die Schöne und das Biest)
– Le jardin féerique (Der märchenhafte Garten)

Ob, und wenn, aus welchem Märchen dieses Motiv entnommen ist, ist unklar, vermutlich hat Ravel diesen thematischen Schluss seines kompositorischen Zyklus selbst erdacht). Nach grossem Verkaufs- und Publikumserfolg

orchestrierte Ravel die Klaviermusik zur vorliegenden Suite. Quasi als Ergänzung zu diesem Märchenzyklus spielen wir für Sie die «Pavane pour une infante défunte», die in alten Zeiten eine kleine Prinzessin am spanischen Hof getanzt haben könnte.

Auch in diesem Konzert möchten wir Ihnen ein grossartiges, junges Ausnahme-Talent als Solist in Mozarts Klarinettenkonzert vorstellen, Filippo Riccardo Biuso, 1993 geboren in Enna (Italien), erste Klarinetten-Studien am Konservatorium «V. Bellini» in Catania, 2007 Übersiedlung in die Schweiz, Studien bei Fabio di Casola an der Zürcher Hochschule der Künste, erste Preise am Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb, Zürcher Musikwettbewerb, Ostschweizer Musikwettbewerb usw. Von 2014–2017 studierte er am Conservatoire National Supérieur de Musique et Danse de Paris. Seit Dezember 2016 ist er Soloklarinettist an der Opéra de Limoges. Das Konzert in A-Dur KV 622 für Klarinette und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart ist eines seiner letzten vollendeten Werke und zugleich sein letztes Instrumentalwerk, vollendet im Todesjahr 1791. Erster Solist war Anton Stadler, die Uraufführung fand in Prag statt. Über die Schönheit des Konzerts sich zu äussern, ist müssig. Die Synthese aus Cantabile, «ausdrückendem» Passagenwerk und «sprechenden» Themen in der Solostimme ist so vollkommen, der Dialog mit dem Orchester so subtil, der Stil des späten Mozart so ausgeprägt, dass sich eine weitere Beschreibung erübrigt.

M.B.

VORVERKAUF

Karten zu CHF 58, 38, 28  online auf ticketino.com oder per Telefon: 0900 441 441 (1.–/Min.),

Auch bei jeder Poststelle oder bei Musik Hug, Jelmoli und weiteren Vorverkaufsstellen.

Karten mit Legi/IV zu 15.— an der Abendkasse.

 

 

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Winterträume: 27. Dezember 2017; 19:30 Uhr, Tonhalle Maag

Wiederholung: 6. Januar 2018; Muri

Elea Nick, Violine / Mario Beretta, Dirigent

Tschaikowsky – Symphonie Nr. 1 «Winterträume»

Saint-Saëns – «Havanaise» für Violine und Orchester

Khatschaturian – Violinkonzert

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6. April 2018 19:30 Uhr, Kirche St. Peter

Alexey Botvinov, Klavier / Mario Beretta, Dirigent

M. Beretta – Bach and I

J.S.Bach –  Klavierkonzert in D-moll / Orchestersuite h-moll

M. Beretta – Concerto per pianoforte

 

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Chorprojekt: 17., 18. 31. März 2018

Glarisegger Chor; Leitung: Heinz Bähler

G. Verdi – Messa da Requiem

 

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Chorprojekt: 23. Juni 2018 19:30 Uhr, Tonhalle Maag

Männerchor Zürich und Kammerchor Zürcher Unterland / Leitung: Anna Jelmorini

Friedrich Hegar “Manasse”

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Konzerte der Saison 2016/2017:

 

Frühjahrskonzert; Freitag, 5. Mai 2017 19:30 Uhr, Kirche St. Peter in Zürich

Helene Schulthess, Querflöte / Mario Beretta, Dirigent

Mozart – Konzert für Flöte, Harfe und Orchester in C-Dur KV 299
Beretta – The Flying Flute für Flöte, Streichorchester und Marimbaphon
Mendelssohn – Symphonie Nr. 4 in A-Dur op. 90 “Italienische”

 

In unserem Maikonzert im St. Peter ist die Flötistin Helene Schulthess gleich in zwei Werken als Solistin zu hören, mit dem Konzert für Konzert für Flöte , Harfe und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart und der Flying Flute für Flöte Streichorchester und Marimbaphon. Sie studierte an der Musikhochschule Zürich und erwarb 1989 ihr Konzertdiplom. Mit einem UNESCO-Stipendium studierte sie anschliessend in Brünn, wo sie sich vor allem intensiv mit tschechischer Musik auseinander setzte. Ihr Repertoire, das sie in einer regen Konzerttätigkeit als Solistin mit Orchestern und in kammermusikalischen Besetzungen pflegt, umfasst heute die bedeutenden klassischen und modernen Werke der Querflöten-Literatur. 

 

 

Zweimal Fünf: 5. April 2017; Tonhalle Zürich, Grosser Saal

Benjamin Engeli, Klavier / Mario Beretta, Dirigent

L. v. Beethoven –  Klavierkonzert Nr. 5 in Es-Dur op. 73 / P. I. Tschaikowsky Symphonie Nr. 5 in  e-moll op. 64

 

Benjamin Engeli zählt zu den vielseitigsten Pianisten der jungen Generation. Er musiziert in Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, der Hamer Hall Melbourne, dem Teatro Municipal Rio de Janeiro, dem Oriental Arts Center Shanghai, dem Vancouver Playhouse oder dem Konzerthaus Wien.
Als Solist konzertiert er mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tschaikowsky-Sinfonieorchester Moskau oder dem Tonhalle Orchester Zürich.
Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet er sich mit Begeisterung der Kammermusik: als Mitglied des Tecchler Trios gewann er 2007 den ARD-Musikwettbewerb in München, inzwischen führt er mit dem Gershwin Piano Quartet, dem Zurich Ensemble und verschiedenen anderen Formationen eine weltweite Konzerttätigkeit.
Seit 2009 ist er als Dozent für Kammermusik an der Hochschule für Musik in Basel tätig, und seit 2013 leitet er eine Klavierklasse am Landeskonservatorium Vorarlberg in Feldkirch.
Benjamin Engeli stammt aus einer Musikerfamilie und begann schon früh, sich für die verschiedensten Instrumente zu begeistern. Er studierte zuerst Horn, konzentrierte sich aber bald auf sein Hauptinstrument Klavier und wurde dabei zu einem grossen Teil von Adrian Oetiker an der Musikakademie Basel ausgebildet. Weitere Studien folgten bei Homero Francesch, Lazar Berman, Maurizio Pollini und Andràs Schiff.

Website Benjamin Engeli    Zum Hineinhören    Flyer Konzert

 

 

Herbstkonzert: Dienstag, 1. November 2016, 19:30   Tonhalle Zürich, Grosser Saal

Elea Nick, Violine / Mario Beretta, Dirigent

L. v. Beethoven – Symphonie Nr. 6 “Pastorale” / P. I. Tschaikowsky – Violinkonzert

 

Elea Nick 16 by SabaterTrotz ihres jugendlichen Alters von 16 Jahren gehört die Schweizer Violinistin Elea Nick bereits zu den herausragendsten Talenten ihrer Generation.

Ihre grössten internationalen Erfolge feierte sie beim internationalen Violinwettbewerb 2013 in Novosibirsk (Russland) mit einem ersten Rang und 2015 wurde sie in Lublin beim internationalen Lipinski-Wieniawski Wettbewerb ebenfalls mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Elea Nick wurde am 9. August 1999 in Zürich in eine Musikerfamilie geboren. Im Jahre 2007 wurde sie in die Meisterklasse von Jörg Hoffmann in Freiburg in Breisgau aufgenommen und ab seit 2012 besuchte sie als jüngste Studentin an der Hochschule der Künste in Zürich (ZHdK) den Unterricht bei Zakhar Bron bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2015. Seit 2010 besucht Elea die Meisterkurse von Zakhar Bron im In- und Ausland. Weitere Studien bei Professor Pierre Amoyal am Mozarteum in Salzburg und Lausanne und bei Yuka Tsuboi in Zürich.

Seit 2013 ist Elea Jungstudentin an der Bron Akademie in Interlaken.

Website Elea Nick       Zum Hineinhören       Flyer_Elea_Nick

Konzert in der Tonhalle

 

 

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Zu den Konzerten

Am 5. Mai ist mit unserm dritten Konzert unsere zweite Saison nach dem Neustart des Orchesters am 16. Mai 2015 zu Ende gegangen (zuvor wirkte das Orchester unter dem Namen Symphonisches Orchester Zürich während über 30 Jahren). Alle Konzerte waren künstlerisch sehr erfolgreich, mit viel Energie und musikalischer Hingabe gespielt, und lösten begeisterte und enthusiastische Reaktionen im Publikum aus. Auch war das Publikumsinteresse gross. Alle drei Konzerte konnten in vollbesetzten und ausverkauften Sälen stattfinden, zweimal im Grossen Tonhallesaal, einmal in der Kirche St. Peter.

Die Solisten in den beiden Tonhallekonzerten waren junge, äusserst talentierte Schweizer Musiker: Elea Nick, 17-jährige Ausnahmegeigerin in Tschaikowskys Violinkonzert und Benjamin Engeli, einer der wohl wichtigsten jungen Schweizer Pianisten, in Beethovens 5. Klavierkonzert. Das Orchester als Plattform für junge Solisten (die hier leben und wirken).

In eines der Konzerte war ein Education-Projekt integriert, das in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion des Kantons Zürich, Abteilung Schule & Kultur des Volksschulamtes, realisiert wurde. 430 Schülerinnen und Schüler der 4. – 6. Klassen aus dem ganzen Kantonsgebiet besuchten mit ihren Lehrerinnen und Lehrern ein einstündiges, moderiertes Konzert, das wir für sie im Rahmen unserer Generalprobe vorführten. Zuvor hatten Mitglieder des Orchesters die Klassen besucht und diese in die Arbeit des Musikers und ins Konzertprogramm eingeführt. Es war für alle Beteiligten, Schüler, Lehrer und Musiker ein tolles Erlebnis. Die Rückmeldungen der Lehrkräfte waren ausnahmslos überwältigend. Die Abteilung Schule & Kultur hat uns denn auch eingeladen, auch in der kommenden Saison ein solches Projekt zu wiederholen.

Dies alles scheint uns die Existenz unseres Orchesters zu legitimieren.

Die kommende Saison 2017/18 haben wir nach dem gleichen Prinzip konzipiert: Plattform für junge Solisten, Education-Projekt, begeisternde musikalische Programme, farbenreich und abwechslungsreich.

Nun wünschen wir Ihnen bereichernde und erfüllende musikalische Erlebnisse mit den Zürcher Symphonikern und freuen uns, für Sie zu spielen!

François Thurneysen, Präsident