Nächstes Konzert mit dem Oratorium “Manasse” von Friedrich Hegar in der neuen Tonhalle Maag.

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Nächstes Konzert

 

Friedrich Hegar – Oratorium “Manasse” – op. 16

 

 

SA 23. Juni 2018, 19.30 Uhr, Tonhalle Maag, Zürich
Marion Ammann – Sopran
Rolf Romei – Tenor
Markus Volpert – Bariton

Männerchor Zürich

Kammerchor Zürcher Unterland

Zürcher Symphoniker

Leitung: Anna Jelmorini

 

Vorverkauf: Tickets platzgenau

www.maennerchor.ch

www.kammerchor-zu.ch

www.tonahlle-maag.ch

Billettkasse 044 206 34 34

 

 

 

Zum Programm:

Gerade mal 21 Jahre zählte der Basler Friedrich Hegar, als er 1862 von Theodor Kirchner, dem Leiter der Abonnementskonzerte der Allgemeinen Musik-Gesellschaft (AMG) nach Zürich berufen wurde.

Man kannte sich aus der gemeinsamen Studienzeit am renommierten Konservatorium Leipzig, wo der damals 16-jährige, notabene gemeinsam mit Johannes Brahms, das Komponieren erlernte.

So jung Hegar war, so reich gefüllt war bereits sein musikalischer Rucksack, den er in die Limmatstadt mitbrachte. Als Dirigent
in Warschau und stellvertretender Kapellmeister unter dem berühmten Kammersänger Julius Stockhausen im elsässischen Gebweiler, hatte er schon ein beachtliches Netzwerk geknüpft, das ihm an seiner neuen Wirkungsstätte gute Dienste leistete und sich für Zürich als grosser Gewinn herausstellte. Denn der junge, tatendurstige Basler wurde rasch zur prägenden Figur in Zürichs Musikwelt.

Nicht nur übertrug man ihm die Leitung der AMG-Abonnementskonzerte, nach kaum zwei Jahren übernahm er bereits auch das Dirigat des Orchestervereins und des Chors am Zürcher Theater, dirigierte danach den neu gegründeten Gemischten Chor Zürich und verschiedene weitere Chöre, initiierte und leitete von 1875 bis 1914 das Konservatorium Zürich und führte als Dirigent des Tonhallevereins das Orchester rasch zu internationalem Ansehen. Darüber hinaus holte er die wichtigsten Interpreten und Komponisten der damaligen Zeit an die Limmat. Friedrich Hegar war für das provinzielle Zürich zweifellos ein Glücksfall, machte er die Limmatstadt doch zu einer der wichtigsten Musikmetropolen Europas.

Aber nicht für Zürich allein war Hegar eine prägende Figur. Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war er auch international einer der einflussreichsten Köpfe für die Musikentwicklung. So trieb er als Direktor des Konservatoriums die Verbesserung der Ausbildung
für die jungen Musiker kontinuierlich voran. Und als Chorleiter, unter anderem auch des Männerchors Zürich, förderte und reformierte er vor allem den Männergesang – weg von der Liedertafelei, hin zur Männerchorballade.

Aber auch als Komponist schaffte sich Friedrich Hegar rasch europaweit einen klingenden Namen und schliesslich fanden unter seiner Ägide mehrere Musikfeste, darunter 1900 das erste Schweizerische Tonkünstlerfest statt.